Die Modellbau-Messe Ried 2026

Modellbau-Messe Ried 2026

Die Modellbau-Messe Ried (Messe Ried im Innkreis, Oberösterreich) zählt fest zu den absoluten Höhepunkten im herbstlichen Veranstaltungskalender für Modellbauer und Bastelbegeisterte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Mit ihrer gelungenen Mischung aus klassischem Plastikmodellbau, RC-Action, Eisenbahnen, kreativem Handwerk und Vorführungen zieht die Messe jedes Jahr tausende Besucher an. Besonders geschätzt wird Ried für die familiäre Atmosphäre, den regen Austausch zwischen Clubs und Ausstellern sowie die beeindruckende Vielfalt an hochdetaillierten Dioramen, Flugzeugen, Militärfahrzeugen und zivilen Modellen in allen Maßstäben.

Ein Wochenende zwischen feinstem Plastik, Dachzelt und dem „Pilsner Kamel“

Plzeňský Velbloud 2026

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus und kleiner Wochenend-Abenteuer!

Am vergangenen Wochenende stand für uns ein ganz besonderes Highlight im Kalender: Ein Ausflug nach Westböhmen zum internationalen Modellbautreffen „Plzeňský Velbloud 2026“ (dem traditionsreichen Pilsner Kamel)! Für uns war dieser Trip nicht nur ein Messebesuch, sondern eine gelungene Kombination aus Kurztrip, Camping-Feeling und purer Modellbau-Begeisterung.

Die Bell P-59 Airacomet und der Beginn des US-Strahlzeitalters

Bell P-59 Airacomet

Am 1. Oktober 1942 vollzog sich auf der ausgetrockneten Lehmoberfläche des Rogers Dry Lake in der kalifornischen Mojave-Wüste ein folgenschwerer technologischer Schritt für die US-Militärluftfahrt. Mit der Bell XP-59A Airacomet hob das erste strahlgetriebene Flugzeug der Vereinigten Staaten vom Boden ab. Während dieses Ereignis den Beginn einer neuen Ära markierte, offenbarte das Flugzeug im operativen Kontext fundamentale konzeptionelle Schwächen. Die Entwicklungsgeschichte der Airacomet bildet den Ausgangspunkt für eine differenzierte aerodynamische und triebwerkstechnische Gegenüberstellung mit den parallel gereiften Pionierentwürfen des Zweiten Weltkriegs – namentlich der deutschen Messerschmitt Me 262 und der britischen Gloster Meteor.

29.09.1929 Erstflug der Junkers G-38


Am 29. September 1929 rollte auf dem Flugplatz Dessau ein Koloss auf das Rollfeld, der die Grenzen der damaligen Luftfahrt sprengte: Die Junkers G 38 hob zu ihrem Erstflug ab. Mit einer Spannweite von 44 Metern war sie zu diesem Zeitpunkt das größte Landflugzeug der Welt. Doch es waren nicht allein die monumentalen Ausmaße, die für weltweites Aufsehen sorgten – es war das revolutionäre aerodynamische Konzept von Hugo Junkers, das bis heute die Vision moderner Großraum- und Nurflügelflugzeuge prägt.

Ein Traum für Modellbauer



Die Konservierung der legendären B-26 „Flak-Bait“

Für historisch interessierte Modellbauer gibt es kaum etwas Wertvolleres als ein unverfälschtes Originaldokument der Zeitgeschichte. In einem Video auf dem Kanal Adam Savage’s Tested nimmt uns Adam Savage mit in den Restaurierungshangar des Smithsonian National Air and Space Museum (Udvar-Hazy Center):

Mein Flug in der Junkers F13 - von Michael Eberl


Schon seit geraumer Zeit kommen nun jedes Jahr die drei Schweizer Junkers F13 zur Flugwerft Oberschleißheim um dort Rundflüge über München anzubieten. Dieses Jahr sollte das Mitte Juni stattfinden und ich entschied mich nun endlich mal mitzufliegen und somit eines unserer Museumsexponate mal in Aktion zu erleben. Bei uns im Deutschen Museum befindet sich schließlich noch eine originale F13 aus den 1920er Jahren in der Ausstellung.

Die operative Feuertaufe der RAF-Mustang

Quelle: IWM (FRE 14880)

Im Verlauf des Jahres 1942 sah sich das Alliierte Oberkommando mit der akademischen wie operativen Notwendigkeit konfrontiert, die Methoden der taktischen Aufklärung und Erdkampfunterstützung über dem besetzten westeuropäischen Kontinent grundlegend zu modernisieren. Das britische Army Co-operation Command stützte sich bis zu diesem Zeitpunkt maßgeblich auf leistungsmäßig limitierte Flugzeugmuster wie die Westland Lysander oder die Curtiss Tomahawk, deren Überlebensfähigkeit gegenüber der modernen Luftverteidigung der Wehrmacht zunehmend schrumpfte (2).

Die neue "History"-Seite bei The Plastic Aviator: Der Himmelsstürmer

Die Geschichte der P-51 Mustang – Vom Notentwurf zur Legende der Lüfte

P-51 Mustang auf history.theplasticaviator.net

Ein Flugzeug, das den Lauf des Zweiten Weltkriegs veränderte.


Als die Bomber der Alliierten 1943 unter dramatischen Verlusten tief nach Deutschland einflogen, fehlte es an einem Jäger, der sie bis ans Ziel begleiten konnte. Die Rettung kam in Form eines mechanischen Wunderwerks: die North American P-51 Mustang.

Das Phantom im Atlantik

 Flug Pan-Am-Flug 526A

Wie der Flug Pan-Am-Flug 526A Geschichte schrieb und sein Einfluss bis heute!


Hallo Freunde der historischen Luftfahrt und des gepflegten Plastikschnitts!

Es gibt Geschichten aus den Pionierzeiten der zivilen Luftfahrt, die klingen wie ein Drehbuch für einen Hollywood-Streifen – und doch sind sie bittere, faszinierende Realität.

Faszination Fliegen: Die Flugtage Gelnhausen 2026

Faszination Fliegen: Die Flugtage Gelnhausen 2026

Es war wieder so weit: Der Flugplatz Gelnhausen verwandelte sich auch dieses Jahr in das absolute Mekka für alle Luftfahrt-Enthusiasten, Familien und Technikbegeisterten. Die traditionsreichen Flugtage laden zu einem Wochenende voller Adrenalin, Nostalgie und spektakulärer Manöver am Himmel ein.

Das vergessene Kapitel der FW-190 in der Türkei


Quelle:wwiiafterwwii.wordpress.com

Die Geschichte der Focke-Wulf FW-190 im Zweiten Weltkrieg wird meist mit den Luftkämpfen an der West- und Ostfront assoziiert. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass das Muster auch eine wichtige Rolle in der Militärluftfahrt der damals neutralen Türkei spielte. Mit der jüngsten Restaurierung eines Flug-Werk-Nachbaus im türkischen Eskişehir rückt diese historische Episode wieder in den Fokus der Fachwelt.

Großbaustelle im Hangar


Warum hier bald alles anders (und viel besser!) wird


Hallo Freunde des gepflegten Plastik-Schnitts und der gepflegten Luftfahrthistorie!

Ihr habt euch in letzter Zeit sicher gefragt, warum es hier im Blog etwas ruhiger war oder warum die Google-Suche plötzlich so tat, als gäbe es uns gar nicht mehr. Sagen wir es mal so: Die Technik-Götter im Hintergrund haben uns ein kleines, ungewolltes "Manöver außerhalb des kontrollierten Flugbereichs" beschert. Aber statt den Kopf in den Sand zu stecken, nutzen wir den unfreiwilligen Absturz für einen Neustart!

Der „Schatz“ im Keller


Eduard Hybrid Kits

Warum Eduards neue Hybrid-Kits unseren Stash wertlos machen


Plastikmodellbauer sind eine ganz besondere Spezies. Wir kaufen Bausätze nicht zwingend, um sie zu bauen. Wir kaufen sie, um sie zu besitzen. Wir horten sie. Wir lagern sie in klimatisierten Kellern und auf Dachböden. Dieser Stapel ungeöffneter Kartons – liebevoll „Der Stash“ genannt – ist unser Lebenswerk, unsere Altersvorsorge und unsere Beruhigungspille für schlechte Zeiten.

Doch der tschechische Modellbau-Gigant Eduard hat gerade eine Bombe in unsere heiligen Hallen geworfen. Die neuen Hybrid-Kits sind da. Und sie ändern alles.

Großer Umzug & Neustart: Deine Meinung ist gefragt!

 


Hallo liebe Modellbaufreunde und Luftfahrt-Interessierte,

vielleicht habt ihr es in den letzten Wochen bemerkt: Hinter den Kulissen von The Plastic Aviator hat es technisch gewaltig „geknirscht“. Hartnäckige Umleitungsprobleme und Fehler bei der Indexierung haben es mir fast unmöglich gemacht, euch meine neuen Inhalte so zu präsentieren, wie ich es mir vorstelle.

Supermarine Spitfire - Tei 1 Das Erbe der Schneider-Trophy

Supermarine S.6, Quelle: www.friendsofstokesbay.co.uk, public Domain

Die Geschichte der Supermarine Spitfire ist untrennbar mit den technologischen Grenzverschiebungen der Zwischenkriegszeit verbunden. Während die Spitfire heute als das Sinnbild britischer Verteidigung gilt, liegen ihre Wurzeln nicht in den taktischen Doktrinen des Luftkampfes, sondern in der maritimen Gischt und dem kompromisslosen Streben nach Geschwindigkeit im Rahmen der Schneider-Trophy.(1) Diese Ära der Luftfahrtrennen fungierte als beispielloser Inkubator für Innovationen in der Aerodynamik, der Metallurgie und der Triebwerksentwicklung, die schließlich unter der Leitung von Reginald Joseph Mitchell in einem der erfolgreichsten Jagdflugzeuge der Geschichte kulminierten.(4)

Ein Vergleich zwischen der Gloster Meteor und der Messerschmitt Me 262

Me-262 vs. Gloster Meteor


Die Ära des Strahlantriebs markierte den radikalsten technologischen Umbruch in der Geschichte der militärischen Luftfahrt. In der Mitte der 1940er Jahre vollzog sich ein Wettlauf gegen die Zeit, der nicht nur die Aerodynamik revolutionierte, sondern auch die Grundlagen des modernen Triebwerksbaus legte. Im Zentrum dieser Entwicklung standen zwei Flugzeugtypen, die trotz ähnlicher Zielsetzungen diametral entgegengesetzte Ingenieursphilosophien verkörperten: die britische Gloster Meteor und die deutsche Messerschmitt Me-262. Während die Me-262 als technologischer Vorbote der Zukunft mit Pfeilflügeln und Axialtriebwerken galt, repräsentierte die Gloster Meteor den britischen Weg der stetigen Verbesserung und der mechanischen Zuverlässigkeit.

Die Gloster Meteor F.4 im Nationaal Militair Museum Soesterberg

Die Gloster Meteor F.4 im Nationaal Militair Museum Soesterberg

Die militärische Luftfahrt erlebte in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Transformation, die in ihrer Radikalität kaum zu übertreffen war. Der Übergang vom Kolbenmotor mit Propellerantrieb zum Strahltriebwerk markierte nicht nur einen technologischen Sprung, sondern erforderte eine völlig neue Herangehensweise an Aerodynamik, Pilotenausbildung und taktische Einsatzführung. Im Zentrum dieser Revolution stand die Gloster Meteor, das erste einsatzfähige Strahlflugzeug der Alliierten, das noch während des Zweiten Weltkriegs den Dienst aufnahm.(1)

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 3/3)

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 3)

Willkommen zum dritten und entscheidenden Teil meines Bauberichts der Mitsubishi A6M2b Zero von Tamiya im Maßstab 1/32 (Kit 60317). Nachdem wir uns in den ersten beiden Abschnitten intensiv mit dem hochdetaillierten Cockpit und der komplexen Mechanik des Sternmotors beschäftigt haben, verlassen wir nun die Phase der reinen Konstruktion. In diesem Teil dreht sich alles um die optische Seele des Flugzeugs: die Bemalung und das Finish.

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 2/3)

 

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 2)

Nachdem wir uns im ersten Teil intensiv mit dem hochgelobten Cockpit und den inneren Werten der Mitsubishi A6M2b Zero beschäftigt haben, gehen wir nun entscheidende Schritte weiter. Der Tamiya-Bausatz im Maßstab 1/32 (Kit 60317) gilt unter Modellbauern weltweit als Goldstandard – und Michael Eberl zeigt uns in diesem zweiten Teil, warum dieser Ruf mehr als verdient ist.

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 1/3)

Mitsubishi A6M2b Zero (Tamiya 1/32, Kit 60317) von Michael Eberl (Teil 1)

Die Mitsubishi A6M2b Zero, im Westen unter dem Codenamen „Zeke“ bekannt, ist zweifellos eines der Flugzeuge der kaiserlich japanischen Marineluftstreitkräfte während des Zweiten Weltkriegs. Innerhalb der Modellbauwelt nimmt der Tamiya-Bausatz im Maßstab 1/32 eine Sonderstellung ein. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2006 gilt er als das Maß der Dinge für dieses Flugzeugmuster, da er eine nahezu perfekte Balance zwischen technologischer Innovation, Passgenauigkeit und historischer Tiefe bietet. Das Modell 21, charakterisiert durch seine klappbaren Flügelspitzen und den Einsatz auf Flugzeugträgern, stellt den technologischen Höhepunkt der frühen Kriegsjahre dar. Michael Eberl nimmt euch mit und baut eine "Zero" der Superlative!

Das Oorlogsmuseum in Overloon

Eingang des Oorlogsmuseum Overloon

Das Oorlogsmuseum Overloon nimmt eine einzigartige Stellung in der europäischen Gedächtnislandschaft ein. Es ist nicht nur das älteste Museum für den Zweiten Weltkrieg in Westeuropa, sondern auch ein Ort, der auf dem Fundament einer der erbittertsten Panzerschlachten auf niederländischem Boden errichtet wurde. Unter dem programmatischen Leitsatz „Krieg gehört ins Museum“ verfolgt die Institution seit ihrer Eröffnung im Mai 1946 das Ziel, die Schrecken des Krieges in einen kontrollierten, edukativen Raum zu überführen, um so die Notwendigkeit von Frieden und Freiheit für die Gegenwart und Zukunft zu betonen.

Ein Vergleich der Bf 109, Supermarine Spitfire, P-51 Mustang und A6M Zero

Vergleich der Bf 109, Supermarine Spitfire, P-51 Mustang und A6M Zero

Die Ära des Zweiten Weltkriegs markiert den technologischen Scheitelpunkt der kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeuge, eine Epoche, in der aerodynamische Innovationen, metallurgische Durchbrüche und tiefgreifende taktische Paradigmenwechsel aufeinandertrafen. Im Zentrum dieser Entwicklung standen vier ikonische Muster: die deutsche Messerschmitt Bf 109, die britische Supermarine Spitfire, die US-amerikanische North American P-51 Mustang und die japanische Mitsubishi A6M Zero.

Das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow

Das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHMBw) am Flugplatz Berlin-Gatow stellt eine fachlich spezialisierte Außenstelle des MHMBw am Hauptsitz in Dresden dar. Während das Dresdner Haupthaus einen umfassenden Einblick in die allgemeine Kulturgeschichte der Gewalt gewährt, fokussiert sich die Berliner Dependance konsequent auf den Luftkrieg als die jüngste und technologisch fortgeschrittenste Form militärischer Gewaltausübung. Dieser thematische Schwerpunkt, der die technische Evolution des Luftkriegs in Deutschland vom Kaiserreich bis zur Gegenwart nachzeichnet, definiert das Alleinstellungsmerkmal des Museums.

Franz Stigler, Revell Messerschmitt Bf 109 G-6 1/32

Franz Stigler, Revell Messerschmitt Bf 109 G-6 1/32

Die Geschichte der Luftfahrt im Zweiten Weltkrieg wird oft durch die Linse technischer Daten oder strategischer Manöver betrachtet. Doch hinter den Maschinen standen Menschen, deren Entscheidungen oft schwerer wogen als die Feuerkraft ihrer Flugzeuge. Einer dieser Menschen war Ludwig Franz Stigler. Seine Begegnung mit dem amerikanischen Bomberpiloten Charles Brown am 20. Dezember 1943 gilt heute als eine der außergewöhnlichsten Taten von Menschlichkeit in einem ansonsten erbarmungslosen Krieg.(1) 

Wie Rennflugzeuge die Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs schufen

public Domain, Die Gloster Napier IVB Nr. 222, fotografiert in Calshot vor der Schneider-Trophy-Regatta 1927 in Venedig.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erlebte die militärische Flugzeugentwicklung eine Periode der Stagnation, da die Rüstungsbudgets in den meisten Ländern stark gekürzt wurden. Die technologische Avantgarde verlagerte sich daher in den zivilen Bereich, insbesondere in den Hochgeschwindigkeits-Rennsport. Diese Rennen, allen voran die Coupe d'Aviation Maritime Jacques Schneider (Schneider Trophy) und die US National Air Races, entwickelten sich in den 1920er und 1930er Jahren zu den wichtigsten inoffiziellen Forschungs- und Entwicklungslabors für extreme Luftfahrttechnologien. Staaten und private Investoren, wie Howard Hughes, investierten massiv in diese Projekte, um Prestige und technische Überlegenheit zu demonstrieren, die die Militärs aufgrund finanzieller Beschränkungen nicht direkt verfolgen konnten.