Schon seit geraumer Zeit kommen nun jedes Jahr die drei Schweizer Junkers F13 zur Flugwerft Oberschleißheim um dort Rundflüge über München anzubieten. Dieses Jahr sollte das Mitte Juni stattfinden und ich entschied mich nun endlich mal mitzufliegen und somit eines unserer Museumsexponate mal in Aktion zu erleben. Bei uns im Deutschen Museum befindet sich schließlich noch eine originale F13 aus den 1920er Jahren in der Ausstellung.
Leider musste der Flug im Juni aufgrund zu starken Windes abgesagt werden, als Ausweichtermin wurde mir der 16.08.2026 um 14:00 Uhr genannt. Bei leicht bewölktem aber ansonsten einwandfreiem Sommerwetter, konnte Der Flug nun endlich stattfinden. Besonders hat mich gefreut, dass auch einige Freunde (z.B. auch Peter aka. ThePlasticAviator und Nienke) und Arbeitskollegen aus dem Museum in die Flugwerft kamen um bei meinem Flug, wenn auch nur am Boden, dabei zu sein.
Bevor es losging gab es noch eine kleine Sicherheitseinweisung und schon konnte das „Bording“ beginnen. Ich saß direkt an der Trennwand zum Cockpit entgegen der Flugrichtung, was mir aber einen super Blick ins Cockpit und auf die Instrumente einbrachte, auch hoffte ich so während des Fluges die anderen beiden Maschinen sehen zu können. Man sitzt in diesem Flugzeug sehr bequem auf gut gepolsterten Lederbänken die mehr an ein Sofa als an einen Flugzeugsitz erinnern. Für alle Passagiere sind auch Headsets vorhanden mit denen man sich untereinander und auch mit dem Piloten unterhalten kann.
Kaum saßen alle im Flieger schon erwachte der Sternmotor mit ein wenig husten und etwas Feuer zum Leben. De Klang eines Sternmotos ist für mich einer der schönsten Klänge überhaupt. Da ging es auch schon los zur Startbahn, dabei Konnte ich nochmal meinen Freunden und Kollegen zuwinken.
Kaum auf der Piste angekommen Meldete sich der Pilot auch schon bereit für den Start und schob den Leistungshebel nach vorne. Es dauerte nicht sehr lange und schon hob die F13 sanft und in einem nicht allzu steilen Winkel ab. Unmittelbar nach dem Start konnte man schon das Schloss Schleißheim von oben sehen.
Nun drehte der Pilot an der Allianz Arena vorbei nach Richtung Süden um mit dem Rundflug über München zu beginnen. Dort flogen wir über nahezu alle bekannten Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Olympiapark, Theresienwiese, Schloss Nymphenburg, BMB Museum und was mich persönlich sehr gefreut hat auch über meinen Arbeitsplatz das Deutsche Museum.
Während des Fluges habe ich mich in diesem Flugzeug sehr sicher gefühlt, der Flieger machte auf mich einen sehr massiven Eindruck. Fast schon so als wäre er aus dem Follen gefeilt. Natürlich schaukelte es etwas, bei der Hitze an dem Tag war das auch kein Wunder, da es doch sicherlich Thermisch sehr aktiv war. Mich hat das aber nicht gestört, im Gegenteil, so merkt man wenigstens, dass man fliegt. Und wer, so wie ich, schon öfter in Segelflugzeugen unterwegs war kennt das.
Tatsächlich konnte ich auch die beiden anderen Maschinen in einiger Entfernung sehen, leider zu weit entfernt um sie vernünftig fotografieren zu können. Wir flogen in etwa 3000 Fuß und mit 70 Knoten über München, also langsam genug um auch gut Fotografieren und die Aussicht genießen zu können.
Die Zeit verging aber leider viel zu schnell und schon stand der Landeanflug und somit auch die Landung an. Mit einem kleinen Ruckeln aber ansonsten sehr sanft setzte die F13 auf der Piste 25 in Schleißheim auf und es wurde zusammen mit den beiden anderen zurück zur Flugwerft gerollt. Dabei habe ich das Headset abgelegt um den Klang des Motors noch ein wenig genießen zu können.
Das Ganze wurde dann noch mit einem Biergartenbesuch zusammen mit Peter und seiner Familie abgerundet. Dort haben uns dann die drei F13 zum Abschluss noch in Dreierformation überflogen, bevor es für sie zurück in die Schweiz ging.
Es war ein wirklich schöner Flug und ein tolles Erlebnis, welches ich jedem Luftfahrtenthusiasten nur wärmstens empfehlen kann.
Michael Eberl

Es war ein wirklich schöner Nachmittag, ein bisschen hat es mich an meinen Flug in der Ford Trimotor vor drei Jahren erinnert.
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